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Chicago: Heiß e Debatten um Hot Dogs
Von Würstchen, die Geschichte schrieben, und warum Hot Dogs Chicago style ohne Ketchup gegessen werden – ü ber 1000 Verkaufsstellen im Groß raum der Stadt
Bei Chicagos Tourismusexperten geht es derzeit um die Wurst. Um die heiß e Brü hwurst nach Wiener Art, eingebettet in lä ngliche Brö tchen, geschmacksverstä rkt mit Zutaten wie Senf, Zwiebeln, Tomaten. Um den kultigen Schnellimbiss, der sich als "Hot Dog" anschickte, zuerst Chicago und dann die Welt zu erobern. Wo gab es die erste Verkaufsstelle? Wie viel Stä nde gibt es heute?
Chicagos Recherchen zufolge wurden die ersten Hot Dogs kurz nach der Weltausstellung 1893 kreiert. Sie galten als "Depressions-Sandwich" (Depression im Sinne von Konjunktur-tief), weil sie inklusive Fritten fü r 5 US-Cent zu haben waren. Straß enverkä ufer und Hungrige profitierten gleichermaß en. Als einer der ersten registrierten Lä den Chicagos, der die ummantelten Wü rstchen feil bot, gilt Fluky's in der Maxwell Street, 1929 gegrü ndet und mit einigen Unterbrechungen heute noch ein Ort der unverfä lschten Hot Dogs Chicago style, die sich von gleichnamigen Produkten anderorts durch ihre Garnierung unterscheiden. Fluky's - so wird berichtet – trug wesentlich dazu bei, dass aus dem Rezessions-Imbiss mit Arme-Leute-Image durch Qualitä t und rasch expandierende Zweigstellen ein Produkt wurde, das aus der Fast Food Szene nicht wegzudenken ist – nicht nur in Chicago, wo heute ü ber 1000 Lä den im Groß raum der Metropole schwerpunktmä ß ig die "Heiß en Hunde" verkaufen.
Wer jemals in Chicago einen echten Chicago Hot Dog gegessen hat und den Geschmack zurü ckholen will, hier ist das Rezept: Hot Dog Brö tchen (gibt es im Supermarkt) aufschneiden, Wü rstchen in 170 Grad Fahrenheit (77 Grad Celsius) heiß em Wasser erhitzen, ins Brö tchen einlegen und – in dieser Reihenfolge! – gelben Senf, grü nen milden Relish, Zwiebelringe, Dill-Pickles, Tomatenscheiben, Pfeffer und einem Hauch Selleriesalz hinzufü gen. Ketchup ist bei der Chicago-Variante ausdrü cklich verpö nt, damit die anderen Aromen nicht ü berlagert werden. Und wer beim Essen an Chicago denkt, hat die eleganten Hochhä user preisgekrö nter Architekten vor Augen, die einladenden Ufer des Michigan-Sees, die wunderbaren Blues-Clubs, die Museen, Galerien, die Stadtrundfahrt per Schiff, die ratternde Hochbahn, die eleganten Geschä fte ... und die Imbissbuden.
Weitere Informationen zu Chicago gibt es beim Fremdenverkehrsbü ro Chicago & Illinois, Frankfurt am Main, Telefon 069 – 255 38 280, Fax 255 38 100, www.gochicago.de.
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